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Südlich von Otranto: Versteckte Buchten an der roten Küste

Baia delle Orte, Porto Badisco, Santa Cesarea, Castro. Eine Route von sechs Buchten, die zu Fuß erreichbar sind, mit dem richtigen Tipp, wo man parken kann.

Costa rossa del Salento
Rote Küste südlich von Otranto. Die eisenhaltigen Klippen, die für diesen Abschnitt typisch sind.

Von Otranto nach Süden entlang der SP358 zu fahren bedeutet, die touristische Adria zu verlassen und in ein anderes Apulien einzutauchen: 40 Kilometer Küste, wo die Erde wegen des Eisens rot-ocker wird, die Klippen sich mit Kieselstränden abwechseln, und jede Bucht ein Auto, ein Paar Schuhe und manchmal etwas Mut erfordert. Es ist der Teil des Salento, der auf Instagram weniger zu sehen ist, weil man nicht in Blumenfarbe ankommt.

Hier sind sechs Stopps, von Nord nach Süd, mit den praktischen Tipps, die ich benutze, wenn ich Freunde herumführe.

1. Baia delle Orte

8 km von Otranto entfernt, ist die Bucht ein Halbmond zwischen zwei roten Vorgebirgen. Tiefes Meer sofort, fantastisches Schnorcheln — die untergetauchten Felsen erreichen -15 Meter und ziehen Schwärme von Occhiate an. Parken: Bezahlter Parkplatz am Anfang des Weges (€5/Tag), dann 300 Meter zu Fuß bergab. Wann: morgens mit Tramontana, ruhiges Wasser. Zu vermeiden mit Scirocco (dringt in die Bucht ein).

2. Porto Badisco

Der Ort, an dem laut Vergil Aeneas landete. Eine sehr schmale Bucht mit kristallklarem Wasser, steil abfallenden Wänden. Das Dorf oben hat drei Bars und einen Trabucco. Parken: knapp, früh ankommen (vor 9:30 Uhr). Es gibt auch einen kostenpflichtigen Platz 200m vor dem Dorf. Wann: ist geschützt vor den Winden aus N und NW, auch bei leichtem Libeccio gut.

«Porto Badisco ist der Ort, an dem ein Kreter aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. heute zurückkehren könnte und sich zu Hause fühlen würde.»

3. Sant'Emiliano (Torre)

Wenig besucht, lohnt einen Abstecher. Kleine Kieselbucht am Fuße des gleichnamigen Turms. Parken: entlang der Straße (kostenlos, unbequem). Abstieg: 15 Minuten Pfad durch Macchia. Die Belohnung ist eine Bucht, die im September ganz dir gehören kann.

4. Santa Cesarea Terme

Es ist kein traditioneller Strand: Die Küste ist hoch, man steigt von Plattformen ins Meer. Aber das Wasser ist wahrscheinlich das klarste im Salento, weil es unterseeische Schwefelquellen gibt (Grotta Solfurea, Grotta Sulfurea, Grotta di Gattulla). Es kann ein thermales Erlebnis im offenen Meer sein.

Wo man essen kann

Der nicht-touristische Tipp: Il Cantinone, ein familiengeführtes Gasthaus 5 Minuten vom Meer entfernt (Blaufisch, Meeresfrüchte, Oktopus-Scaloppine). Immer reservieren, auch mittags.

5. Castro Marina

Kleiner Naturhafen, der von einem Damm geschlossen wird, mit einem mittelalterlichen Hafen unter der aragonesischen Burg. Der "Strand" ist der flache Felsen links vom Hafen: kein Sand, aber tiefes Wasser, Felsplattformen und ein 2-Meter-Sprung, der für jeden Jungen aus der Gegend ein Übergangsritus ist. Parken: am Hafen kostenpflichtig, oder im historischen Zentrum (mehr Platz, 5 Minuten zu Fuß).

6. Marina Serra (Tricase)

Der letzte Halt dieser Route. Berühmt für das Naturschwimmbecken: ein 15 Meter langes, 2,5 Meter tiefes Meerwasserbecken, das von Felsen gebildet wird. Perfekt für Kinder, fotogen und geschützt vor den Nordwinden. Sonne bis zum späten Sonnenuntergang, da es nach Westen ausgerichtet ist.

Der richtige Zeitplan

Versuche nicht, alles an einem Tag zu machen. Die ideale Route ist 2 Tage: Baia delle Orte + Porto Badisco + Sant'Emiliano am ersten Morgen, Mittagessen in Santa Cesarea, Nachmittag in Castro. Zweiter Tag Marina Serra mit Aperitif bei Sonnenuntergang am Naturschwimmbecken.

Wie man ankommt

Es gibt keine Alternative zum Auto. Busse sind selten und schließen die interessantesten Buchten aus. Wenn du aus Lecce kommst, ist die empfohlene Ausfahrt Otranto, dann SP358 nach Süden. Plane 1h30 Fahrt bis Marina Serra ein.

Und bring immer Gummischuhe mit: Auf diesen Kiesel- und Felsenstränden zahlen die Füße den Preis des Paradieses.