Ausführlicher Ratgeber
Lido degli Estensi: Strandführer
Wie ist der Strand
Der Strand von Lido degli Estensi liegt in der Gemeinde Comacchio in der Provinz Ferrara und blickt auf die Adria. Lido degli Estensi ist ein Badeort in der Provinz Ferrara und gehört zu den sieben Lidi di Comacchio. Er trägt den Namen der Familie Este (Estensi), die lange über Ferrara herrschte. Der Strand ist sandig: Moderne Strandbäder reihen sich an langen Stränden mit feinem Sand aneinander.
Die offizielle Tourismus-Website der Region Emilia-Romagna nennt das mondäne Leben als Hauptmerkmal des Ortes und bezeichnet ihn als Lido des Vergnügens und als Strand der Jugend, mit einer Einkaufsstraße voller Boutiquen. Wikivoyage beschreibt ihn als den touristischsten der sieben Lidi di Comacchio. Der Ort hat auch im Winter Einwohner, mit einer Pfarrkirche, einem Schulzentrum und einem Sportboothafen.
Im siebzehnten Jahrhundert gehörte das Gebiet, auf dem heute der Lido steht, zur Scaglia di Bellocchio, die später größtenteils an die Familie Patrignani überging. In den Dreißigerjahren wurden an dieser Küste zahlreiche Pinien gepflanzt, die die Pineta di Classe verlängerten. Innerhalb von zwanzig Jahren bildeten die Bäume einen grünen Streifen zwischen den Lagunen und dem Meer. In den Fünfzigerjahren begann der Umbau des Gebiets für Tourismus und Badebetrieb, mit Wohnblocks, Hotels und Infrastruktur, was zum Teil zur Abholzung der Pinien führte. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts verkauften die Patrignani den Besitz an die Brüder Mario und Ivan Gardini und an Amerigo Pasolini, die Immobilien- und Parzellierungsprojekte für den Tourismus starteten. Viele Gebäude entwarf der Architekt Saul Bravetti aus Cesena, darunter das Restaurant la Vela d'Oro, das 2011 geschlossen und später abgerissen wurde. 1961 wurde die Kirche San Paolo errichtet, ebenfalls nach Plänen von Bravetti.
Anreise
Der Strand liegt 1,9 km Luftlinie nördlich von Lido di Spina und 1,4 km südöstlich von Porto Garibaldi. Von Porto Garibaldi trennt ihn der Hafenkanal, an dem 2013 Erweiterungsarbeiten begonnen haben. Comacchio liegt 6,1 km Luftlinie nordwestlich des Strandes.
Für die Anfahrt mit dem Auto nach Comacchio bieten sich der Raccordo Autostradale 8, der Comacchio mit Ferrara und der A13 verbindet, sowie die Staatsstraße 309 Romea an. Comacchio und seine Lidi sind von Ferrara aus auch mit den Linienbussen von TPER erreichbar.
Wann hinfahren
Laut dem regionalen Tourismusportal ist das mobile Touristeninformationsbüro von Lido degli Estensi von April bis Mitte September geöffnet. Der Strand ist nach Osten ausgerichtet. Bei Grecale (Nordost), Levante (Ost) und Scirocco (Südost) kommt der Wind vom Meer: Der Strand ist exponiert, und das Meer kann bewegt sein. Bei Libeccio (Südwest), Ponente (West) und Mistral (Maestrale) kommt der Wind vom Land: Der Strand ist geschützt, und in Ufernähe ist das Meer meist ruhiger. Tramontana (Nord) und Ostro (Süd) wehen dagegen quer zur Küste. Dies ist ein aus der Ausrichtung des Strandes abgeleiteter Hinweis, keine Vorhersage.
Meeresgrund und Meer
Das Meer vor den Stränden des Ortes ist ruhig und fällt sanft ab. In der Saison 2025 bewertete die Europäische Umweltagentur die Badegewässerqualität dieses Abschnitts als ausgezeichnet. Der Lido hat 2019 die Blaue Flagge erhalten. 2026 steht Lido degli Estensi auch auf der Liste der Blauen Flagge für die Gemeinde Comacchio, zusammen mit Lido Spina und den übrigen Lidi von Comacchio.
Service und freier Strand
Für junge Leute gibt es Diskotheken, Lokale und verschiedene Möglichkeiten zum Sport, von Beachtennis bis Beachvolleyball. Am Abend finden Tanz-, Step- und Aerobic-Kurse statt. Der Viale Carducci ist bis spät abends belebt und voller Nachtlokale und Geschäfte. Der Yachthafen Marina degli Estensi ist über den Kanal von Porto Garibaldi erreichbar und wird als sicherer Liegeplatz für Freizeitskipper mit moderner Ausstattung beschrieben.
In jedem der Lidi di Comacchio gibt es zahlreiche Restaurants, vor allem während der Badesaison. Zum Übernachten gibt es in jedem Lido Hotels, Pensionen und B&Bs.
Mit Kindern
Das regionale Tourismusportal hält den Strand für ideal für Kinder, die hier unbeschwert spielen und schwimmen können, und für Familien. Trotzdem sollte man die Kleinen im Wasser stets im Blick behalten und genügend Wasser mitnehmen.
In der Umgebung
Lido di Spina, 1,9 km südlich, ist laut dem regionalen Portal der südlichste der 7 Lidi von Comacchio und hat einen der längsten Strände der Riviera. Dort befindet sich das Museum für zeitgenössische Kunst Remo Brindisi, erbaut zwischen 1971 und 1973 nach einem Entwurf der Architektin und Designerin Nanda Vigo. Porto Garibaldi, 1,4 km nordwestlich, entstand als Fischerdorf und war die erste Badesiedlung der Lidi von Comacchio. Im Sommer starten an seinem kleinen Fischereihafen Motorschiffe zu Fahrten ins Po-Delta und zum Sportangeln auf Makrelen und kleine Thunfische.
Die Altstadt von Comacchio, Hauptstadt des Delta-Parks, hat ein dichtes Netz aus Brücken und Kanälen. Gleich außerhalb von Lido degli Estensi erstrecken sich die Valli di Comacchio, die man mit dem Fahrrad oder per Motorschiff besuchen kann. Laut der Parkverwaltung bilden die Lagunen den größten Komplex brackiger Feuchtgebiete der Region und sind ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention. Ihre durchschnittliche Tiefe liegt bei etwa 50-60 cm. In der Umgebung liegen außerdem die Valle Bertuzzi (km 10) mit ihren Landschaften bei Sonnenuntergang und die Wälder von Mesola und Santa Giustina (km 20), die sich für einen Spaziergang in der Natur eignen.
Das Schutzgebiet von Bellocchio mit aktiven Sanddünen, einer großen Brackwasserbucht und der Mündung des Flusses Reno ist ein Gebiet mit hoher Umweltvielfalt. In den letzten fünfzig Jahren wurde der nördliche Teil des Gebiets durch Lido di Spina stark verstädtert. Zum Gebiet gehört die Sacca di Bellocchio, ein Ramsar-Feuchtgebiet von 213 Hektar.
Quellen
- Lido degli Estensi: Strandführer
- Lido degli Estensi: Strandführer
- Lido degli Estensi: Strandführer
- Lido degli Estensi: Strandführer
- Lido degli Estensi: Strandführer
- Lido degli Estensi: Strandführer
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