Ausführlicher Ratgeber
Cala Burantino: Strandführer
Wie ist der Strand
Cala Burantino, im algheresischen Dialekt Burantì, ist eine Bucht an der Nordwestküste Sardiniens, in der Reede von Alghero (rada di Alghero). Sie liegt 6 km Luftlinie südlich der Stadt Alghero, zu deren Gemeinde sie gehört. Sie liegt am Sardinischen Meer (mar di Sardegna), an der Riviera del Corallo. In der amtlichen Kartografie steht die Form Burantinu, mit der Zeit hat sich aber die Form Burantino durchgesetzt, im alten Algheresisch hieß sie Bolantì.
Die Bucht wird im Norden von der caletta Carla und im Süden von Rampazzo begrenzt. Rampazzo ist eine Landspitze mit drei aus dem Wasser ragenden Felsen, die senkrecht zur Küste aufgereiht sind. An der Küste überwiegt gelber Sandstein, durchsetzt und stellenweise verschmolzen mit vulkanischem Gestein in einem typischen dunklen Rosa. Das Hinterland ist fast unbewohnt und mit Macchia bedeckt, mit Rosmarin, Myrte, Mastixstrauch, wildem Ölbaum und Zwergpalme. Zu den häufigsten Tieren zählen Wildschwein, Fuchs, Wildkaninchen, Falke und Landschildkröte.
Die Bucht grenzt an zwei Gebiete im Hinterland, Burantinu und Maccaro. Burantinu erstreckt sich entlang der nördlichen Küste bis zum Wohngebiet Padre Bellu, Maccaro nimmt die südliche Küste ein und reicht ins Landesinnere. Im südlichen Teil von Maccaro gibt es ein natürliches Becken, das Regenwasser sammelt. Läuft es über, fließt das überschüssige Wasser in den Riu Poglina, der jenseits der spiaggia Burantino auf der Südseite ins Meer mündet, und in den Riu Nolli, der in die caletta Villa Wanda mündet.
Laut der italienischen Wikipedia umfasst die Bucht zwei Strände und drei kleine Buchten, die englische Version spricht von zwei Stränden und zwei kleinen Buchten. Die spiaggia Burantino ist von Sandstein und magmatischem Gestein umgeben und hat groben ockergelben Karbonatsand. Ihre Größe ändert sich von Jahr zu Jahr mit Stürmen und Strömungen: Die Länge schwankt zwischen etwa 34 und 50 Metern, die Breite zwischen 5 und 15 Metern. In den 83 Jahren von 1940 bis 2023 wurde die größte Ausdehnung 2008 gemessen, mit 98 Metern Länge und 35 Metern Tiefe.
Anreise
Burantì ist eine der Buchten an der Straße nach Bosa. Die Küstenstraße von Alghero nach Bosa ist recht schmal und kurvig, mit weiten Ausblicken. Fertilia liegt 10,6 km Luftlinie nordwestlich der Bucht, in seiner Nähe befindet sich der Flughafen Alghero. Alghero ist außerdem an die von Arst betriebene Bahn angeschlossen, mit dem Bahnhof Alghero Sant'Agostino.
Die ausgewerteten Quellen enthalten keine Angaben zu Parkplätzen, Wegen oder Einrichtungen an dieser Bucht. Man sollte Wasser, Sonnenschutz und für Felsen geeignete Schuhe mitnehmen.
Wann hinfahren
Nach den Daten von QualeSpiaggia ist der Strand nach Südwesten ausgerichtet. Bei Südwind (ostro), Südwestwind (libeccio) und Westwind (ponente) kommt der Wind vom Meer, und der Strand ist den Wellen ausgesetzt. Bei Tramontana, Nordostwind (grecale) und Ostwind (levante) weht der Wind vom Land, und die Bucht liegt geschützt. Scirocco und Mistral (maestrale) treffen sie seitlich. Dies ist ein Hinweis aus der Ausrichtung der Küste, keine Vorhersage.
Wegen der geografischen Lage sieht man vom Strand aus die Sonne im Meer untergehen, manchmal mit dem seltenen grünen Blitz. Für die Strände rund um Alghero nennt Wikivoyage den Sommer als beste Reisezeit.
Meeresgrund und Meer
Der Meeresgrund der Bucht ist überwiegend sandig. Vor der spiaggia Burantino ist er flach, teilweise sandig und fällt über eine lange Strecke ab. Die Meeresfauna ist typisch für das Mittelmeer. In der Saison 2025 wurde das Badewasser von der Europäischen Umweltagentur (EEA) als ausgezeichnet eingestuft.
In der Umgebung
Die Caletta Villa Wanda, 0,1 km Luftlinie entfernt, wird von hohen Sandsteinfelsen gebildet und hat einen flachen, sandigen Grund. In Ufernähe der kleinen Bucht ist der Grund flach, wird aber bald tief. Die kleine Bucht ist den Sturmwellen des Mistrals (maestrale) ausgesetzt, und der Riu Nolli mündet in sie, sodass der Strand unvorhersehbar erscheint und verschwindet. Luftbildaufnahmen von 1940 bis heute zeigen den Strand nur in einigen Jahren.
Anders als die übrigen kleinen Buchten besteht Villa Wanda nur aus Sandstein, und die Macchia reicht fast bis ans Meer. Die Buchten Carla und Arcamyrturs sind dagegen von hohen Sandsteinwänden gesäumt, die mit älteren rosafarbenen vulkanischen Formationen verschmelzen.
Zwischen der caletta Villa Wanda und der spiaggia Burantino liegt der Steinbruch Bolantì, aus dem die Kalkarenit-Blöcke namens massacà stammen. Aus diesen Blöcken wurden die Stadtmauern von Alghero und ein großer Teil der Altstadt gebaut. Der Steinbruch gehörte zur via del massacà, der Küstenstrecke zwischen Alghero und Bosa. Der Abbau endete Anfang der 60er Jahre, doch zwischen den Gesteinsschichten sind die Bruchlinien der Blöcke noch zu sehen.
Hinter Rampazzo öffnet sich die Bucht von Torre Poglina, deren südliche Grenze das Scoglio di Poglina bildet. Die Cala Griecas liegt 1 km Luftlinie südöstlich und die Spiaggia di Poglina 2,9 km südöstlich. Von der Bucht aus sieht man im Nordwesten Capo Caccia, Punta Giglio und Monte Doglia und im Osten den Monte Minerva. Laut Wikipedia gilt Alghero als Hauptort der Riviera del Corallo, ein Name, der mit der roten Koralle in den Gewässern seiner Reede zusammenhängt, und in der Stadt sprechen 22,4% der Einwohner Katalanisch in der algheresischen Variante.
Quellen
- Wikipedia (it) — Cala Burantino
- Wikipedia (en) — Cala Burantino
- Wikipedia (it) — Alghero
- Wikivoyage (it) — Alghero
- Wikivoyage (en) — Alghero
- OpenStreetMap
- EEA — Bathing water quality 2025 (IT020090003009)
- QualeSpiaggia — open data spiagge (CC BY 4.0)
- Porto Ferro | SardegnaTurismo - Sito ufficiale del turismo della Regione Sardegna